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LKW-Maut - oder die Lügen der Politiker
Von Uwe | 28.Juni 2010
Vor den Wahlen
So wurde vor der letzten Bundestagswahl noch darüber nachgedacht, im Zuge der Wirtschaftskrise die Maut für Lkw zu senken. Wäre ja auch nicht das verkehrteste, immerhin haben in den letzten 1-2 Jahren genug Fahrer ihren Job verloren.
Mittlerweile will man davon nichts mehr wissen, das Gegenteil ist der Fall. Jetzt soll die Maut auch auf vierspurig ausgebauten Bundesstrassen eingeführt werden. Artikel in der Verkehrsrundschau zum klicken
Nur, letztendlich zahlt ja nicht der Spediteur die Maut, sondern er berechnet sie seinem Kunden weiter. (Ausnahmen bestätigen die Regel, werden sich auf Dauer aber eh nicht am Markt halten). Der Kunde wiederum zahlt sie auch nicht, er schlägt sie auf seine Ware auf. Zahlen tut die Maut am Schluss der Verbraucher, der die höheren Preise beim Einkaufen zahlen muss. Schliesslich bleibt ihm ja keine große Auswahl…..
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29.Juni 2010 at 08:34
das mit der weitergabe der maut an den kunden stimmt nur bedingt…bei einfuehrung der maut wurde gerne das rechenbeispielt “joghurtbecher” vom damaligen verkehrsminister gebraucht: rechnet man die maut beim transport von joghurt auf den einzelnen joghurtbecher um, ist es natuerlich ein verschwindend geringer aufschlag. ich selber fahre aber in der baustoffbranche.
wir kippen keine einzelnen steine ab, sondern ganze ladungen. auf manche touren entfaellt so eine maut von 10 euro. der baustoffhaendler, fuer den wir fahren, weigert sich allerdings, diese maut zu uebernehmen - im gegenteil, die frachtreise fallen permanent durch dumping-unternehmer aus dem osten der republik, die ihre fahrer fuer 6 euro/std auf dei strasse schicken.
29.Juni 2010 at 11:49
Sicherlich wird kein Verbraucher arm, wenn er die auf den Joghurt-Becher umgelegte Maut zahlt.
Aber hier ein wenig, da ein wenig, und am Ende kommt dann doch ein stolzes Sümmchen dabei heraus.
Nur, und das ist das Problem der Verbraucher, er sieht es nicht, und über den Tellerrand schauen ist auch nicht in der Lage. Andernfalls kann ich es mir nicht erklären, dass ihn das Thema Maut nur dann interessiert, wenn es darum geht, dass es keine PKW-Maut geben soll.
29.Juni 2010 at 15:16
Als jemand, der in einem kleinen Dorf fernab von jeder Großstadt wohnt und trotzdem 15.000 Autos und LKWs täglich direkt an seinem Haus vorbei donnern (!) lassen muss, finde ich diesen Gedanken sehr gut.
Warum? Es hilft mir persönlich zwar immer noch nicht, da es hier nur einspurig und eine L- und keine B-Straße ist, aber ich bin ebenso wie viele viele andere davon betroffen, dass die LKW-Fahrer und -Speditionen lieber einige Mehr-km und Mehr-Zeitaufwand in Kauf nehmen und über die Dörfer fahren, anstatt dass sie die direkten Autobahnen benutzen würden.
29.Juni 2010 at 15:28
Zitat # Huecker meint:
29.Juni 2010 at 15:16
Als jemand, der in einem kleinen Dorf fernab von jeder Großstadt wohnt und trotzdem 15.000 Autos und LKWs täglich direkt an seinem Haus vorbei donnern (!) lassen muss, finde ich diesen Gedanken sehr gut.
Warum? Es hilft mir persönlich zwar immer noch nicht, da es hier nur einspurig und eine L- und keine B-Straße ist, aber ich bin ebenso wie viele viele andere davon betroffen, dass die LKW-Fahrer und -Speditionen lieber einige Mehr-km und Mehr-Zeitaufwand in Kauf nehmen und über die Dörfer fahren, anstatt dass sie die direkten Autobahnen benutzen würden. zitat ende
Und wenn man zB von Köln nach Trier fährt hat mann zwischendurch keine Autobahn und jetzt auch noch maut auf den kurzen stück wo es 2spurig ist .
1.Juli 2010 at 21:04
@Huecker: Dann wird es Zeit für eine Umgehungsstrasse.
Keine Spedition nimmt Mehrkilometer in Kauf, nur um Autobahnmaut zu sparen. Wenn es wirklich so sein sollte, dass pro Tag 15 000 Fahrzeuge durch Ihr Dorf donnern, dann war das auch schon vor der Mauteinführung der Fall.
Vielleicht ist das Ihnen aber erst durch die Berichterstattung über die sogenannten Mautpreller bewußt geworden.