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    Silvester und Erinnerungen

    Von Uwe | 31.Dezember 2008

    Das Jahr neigt sich dem Ende zu, ich wollte euch eigentlich mit einem letzten Gruß ins neue Jahr schicken - aber da fiel mir doch noch eine alte Geschichte wieder ein die sich vor vielen Jahren in genau dieser Zeit ereignete.

    Ich war seinerzeit nach 5 Jahren im Nahverkehr in den Fernverkehr gewechselt. Das dann auch gleich richtig, jede Woche mit Papier für Druckereien nach Italien und mit Fliesen wieder zurück. Österreich war damals noch nicht in der EU, was für uns Fahrer bedeutete das wir jedes mal Zollabfertigung machen mussten, bevor wir die 110 Kilometer Österreich befahren durften. Konnte mal gut laufen, mal schlecht, je nach Laune der Zöllner. Und an der italienischen Grenze folgte dann das gleiche Spielchen nocheinmal. Die meisten Italienfahrer kannten sich im Laufe der Zeit, man traf sich ja irgendwie doch immer wieder. Wenn nicht an der Grenze, dann Mittwochs in Campogalliano. Dort wurde meistens gegessen, getrunken und auch die Zollabfertigung erledigt. Die Zollpapiere mussten nämlich schon hier erstellt werden, sonst gabs an der Grenze keine Stempel und keine Durchfahrt.

    Nun, wie auch dieses neigte sich damals das Jahr dem Ende entgegen. Chef hatte schon gesagt das zwischen den Feiertagen Urlaub ist, also freuten sich natürlich alle. Bis dann, vor Heiligabend, Chef einem Kollegen und mir eröffnete das “da in Rom eine Druckerei sitzt die nicht genug Papier hat”. Und da mein Kollege und ich die einzigen Junggesellen in der Firma waren bekamen wir das Angebot, “mal eben nach Rom fahren, Papier ausladen, in Sassuolo komplett Fliesen laden und wieder zurück”. Kollege und ich kuckten uns an, kuckten Chef an, der dann gleich “gibt auch was Extra und die Tage, die die anderen Frei haben kriegt ihr nach”. Ok, damit war das erstmal geklärt und wir machten uns am 2. Feiertag abends auf den Weg.

    War soweit eine schöne Tour, das Wetter spielte mit, wenig Schnee auf dem Brenner, die Zöllner waren zwar gelangweilt weil kaum was los war aber hatten wohl auch ein wenig Mitleid mit uns weil wir zwischen den Feiertagen raus mussten und somit lief die Abfertigung sehr zügig.
    In Italien dann ordentlich Feuer gemacht, Begrenzer gabs noch nicht und mit unseren 500 PS brauchten wir uns ja wirklich nicht verstecken, auch wenn wir beide mit 40 Tonnen unterwegs waren.

    Mit Einhaltung aller Pausen und Lenkzeiten nach Rom runter, mein Kollege wusste zum Glück wo die Druckerei sitzt, also ich hinter ihm her. Dort abladen lassen und dann wieder Feuer Richtung Sassuolo.
    Sassuolo, nahe bei Modena, ist das italienische Fliesenzentrum. Die ganze Gegend dort lebt von Fliesen - Herstellung, Vertrieb, Lagerung - oder der Versorgung der vielen Fernfahrer aus ganz Europa, die hier täglich laden. Hier haben/hatten auch viele Speditionen ein Büro, meistens gab es dann dort ein Fax mit den Ladestellen. Das konnten dann durchaus auch mal 10 - 15 sein, je nachdem wieviele Fliesen der einzelne Hersteller zu verladen hatte. Aber da die Firmen alle nebeneinander lagen war es kein Problem die an einem einzigen Tag alle zu laden.
    Nun, wir hatten zum Glück jeder nur eine Ladestelle, wir wollten ja auch noch im alten Jahr wieder zuhause sein. Ich ganz besonders, weil ich für Silvester ein paar Freunde zum feiern eingeladen hatte. Sicherheitshalber hatte ich einer Freundin meinen Ersatzschlüssel in die Hand gedrückt, man weiss ja nie…..

    Wir also unsere Fliesen geladen, rüber nach Campogaliano, Zollpapiere erstellen lassen, die Zeit genutzt um duschen und essen zu gehen und dann ab Richtung Brenner. Auch diesmal spielten die Zöllner wieder mit, die Grenzen waren schnell passiert und wir waren auf dem Heimweg. Ausgerechnet hatten wir mittlerweile, das wir Silvesterabend gegen 20.00 Uhr wieder auf dem Firmenhof sein könnten. Aber es lief einfach zu gut…..
    Tja, und ungefähr eine Stunde von der Spedition entfernt passierte es dann - bei meinem Kollegen steigen Rauchwolken am Auflieger auf! Ich ihn über Funk informiert, wir beide erstmal rechts ran und nachgesehen. Was soll ich sagen, ihm war da Radlager heissgelaufen! Klasse. Was jetzt? Zum Glück war mein Kollege gelernter Lkwschrauber, also Blauman über und unter den Auflieger gekrochen und nachgesehen. Ich schonmal Kaffee aufgesetzt, weil so heiss wie das war konnte er eh nichts machen. Kaffee getrunken, dann meinte er “ich nehm das Rad runter, dann fahre ich langsam zum Platz”. Ich natürlich bei ihm geblieben und geholfen, dann sind wir langsam zum Platz gefahren. Bis wir da waren war es dann mittlerweile nach 22.00 Uhr. Ich nur noch meine Klamotten in den Pkw geschmissen und mich auf den Heimweg gemacht.
    Von unterwegs dann (es war die Zeit, als die ersten D-netzhandys auf dem Markt waren und ich bereits im Besitz einer solchen “Telefonzelle” bei mir zuhause angerufen - nichts. Keiner geht ran. Ich dann mal bei der Freundin angerufen, der ich den Schlüssel gegeben hatte. Hey, es geht jemand ran! Ich dann so: “Wieso seid ihr denn jetzt bei dir?” Sie dann so: “Ich kann deinen Schlüssel nicht finden, den hab ich in einen der Umzugskartons gepackt”. Da sassen die also alle zwischen lauter gepackten Umzugskartons und harrten der Dinge, die da kommen. Ich dann so: “In 40 Minuten bin ich zuhause, kommt rüber”. Und so passierte es dann auch. Gegen 23 Uhr war ich zuhause, die anderen warteten schon, ich die Wohnung aufgeschlossen, alle machen lassen und erstmal schnell unter die Dusche - und um 23.30 war alles bereit und wir konnten endlich Silvester feiern.

    So, diesmal wird es anders, ich mache mich auf den Weg zur Party.
    Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen meines Blogs, allen Kollegen und Kolleginnen, allen Freunden, Bekannten und Travianern ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr!

    Topics: Lustiges, Ärgerliches, Unterwegs, Vergangenes, Lkw, Allgemeines |

    7 Mitfahrer zu “Silvester und Erinnerungen”

    1. Mari meint:
      31.Dezember 2008 at 21:30

      na dann mal viel spaß auf der Party und rutsche gut rüber

    2. Marc Kunkel meint:
      31.Dezember 2008 at 23:11

      Ja das wünsche ich Dir auch.
      Auf das Dir das Jahr 2009 wieder viele neue Touren bringt und hoffentlich keine weitere “Urlaubszeit” mehr.

    3. Maik meint:
      1.Januar 2009 at 11:52

      Moin Uwe,

      Du bringst mich mit Italien in die Realität zurück .

      Ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr und freue mich auf weitere tolle Geschichten von Dir

    4. Gute Vorsätze für das neue Jahr meint:
      2.Januar 2009 at 13:11

      […] Sekunden zu sehen ist und auch Uwe vom fernfahrerblog.de hat eine schöne Geschichte zu seinen Silvester Erinnerungen geschrieben. Viele Menschen überlegen sich gute Vorsätze für 2009, Oma will mit […]

    5. Jagolina meint:
      3.Januar 2009 at 15:00

      Ich wünsch Dir ein großartiges 2009 mit vielen spannenden, interessanten und stressfreien Fahrten!

    6. Benno meint:
      5.Januar 2009 at 22:15

      Na, das war ja eine tolle Zeit, zwischen den Jahren damals. Da waren dann dein Kollege und du froh, als ihr endlich die LKW`s auf dem Hof abstellen konntet. Habt ihr wenigstens die versprochene freie Zeit noch bekommen? Aber diese Jahr, ich meinte vergangenes Jahr, hattest du sicher nicht so viel Stress. Ich wünsche dir noch ein gesundes neues Jahr und möglichst wenige Pannen mit deinem LKW und natürlich noch einen Schutzengel, den kann man immer gebrauchen.

    7. Ralph meint:
      8.Januar 2009 at 09:40

      Moin Moin Uwe

      frohes Neues wünsch ich Dir noch , hoffe wir sehen
      uns Ostern in D…. beim ” großen ” Treffen

      Dein Bericht erinnert mich an alte Italienzeiten
      war genauso wie Du es beschreibst , war ne harte
      aber schöne Zeit . Auch mit den Kollegen sich
      irgendwo treffen und dann , speziell übers WE ,
      einen draufmachen , hatte schon was . Vor allen
      wo ich die 1,5 Jahre in Südtirol gelebt habe und
      dort für ne Bremer Firma Shuttle - Verkehr
      (Trailer verzollen + ausladen und wieder neu laden und verzollen , zweimal die Woche) hatte dort in Klausen bald Familienanschluß . Auch WE`s
      am Gardasee waren nicht zu verachten , vor allen
      im Sommer gabs mächtig Spass .

      Hol di munter un

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