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    Urlaubszeit und Wohnwagenfahrer - eine Ergänzung

    Von Uwe | 25.Juli 2008

    Zum Beitrag “Urlaubszeit und Wohnwagenfahrer” kamen ja eine Menge Kommentare. Unter anderem wurden gegenseitige Rücksicht gefordert und es wurde versucht zu erklären, warum Wohnwagenfahrer auf Raststätten die Lkw-Parkplätze blockieren.
    Im Normalfall sind die Lkw-Parkplätze auf den Raststätten mit folgendem Zusatzzeichen ausgeschildert:
    zusatz_lkw

    Ich habe mal ein wenig im www gesucht und dabei folgendes gefunden:

    Zusatzzeichen 1048-12: Nur Kraftfahrzeuge mit einem zul. Gesamtgewicht über 2,8 t, einschl. ihrer Anhänger und Zugmaschinen, ausgenommen Pkw und Kraftomnibusse

    Somit steht also eindeutig fest, das es sich nicht um eine Ausschilderung für besonders lange Parkplätze handelt die jeder benutzen darf, sondern es ist explizit festgelegt welche Fahrzeuge hier parken dürfen.
    Übrigens können auch in diesem Fall Bußgelder verhängt werden:

    Sie parkten auf einem Parkplatz (Zeichen 314), obwohl dies durch Zusatzzeichen für Sie verboten war - 10,00€

    dto., … und behinderten dadurch andere - 15,00€

    Dann kam die Frage, warum denn Lkwfahrer nicht von der Bahn runterfahren und sich in einem Gewerbegebiet einen Parkplatz suchen. Nun, im Gegensatz zum Wohnwagen haben Lkw weder eine Toilette noch Wasch/Duschmöglichkeiten an Bord. Während viele Camper stolz und froh darüber sind, autark zu sein sind wir auf die Infrastruktur der Raststätten angewiesen! Auch gehen mittlerweile viele Gemeinden dazu über, parken in Gewerbegebieten zu erschweren oder zu verbieten, weil sie die “Hinterlassenschaften” einiger Fahrer nicht länger dulden wollen, weil ihnen bzw. den Anwohnern der Lärm zuviel wird usw. (Vorgeschobene) Gründe lassen sich immer finden. Manche Gewerbegebiete werden sogar mit Bäumen oder grossen Steinen so angelegt, das ein Lkw die Parkstreifen gar nicht mehr nutzen kann - er kommt schlichtweg nicht mehr rein! Auch neue oder vorhandene Raststätten/Autohöfe haben bei Erweiterungsplänen grosse Probleme, da oft die Anwohner dagegen sind und sofort Proteste einlegen. Nicht umsonst sind viele Raststätten nachts völlig überfüllt, da eine Überschreitung der Lenkzeit empfindliche Strafen nach sich zieht.

    Topics: Ärgerliches, Nachdenkliches, Unterwegs, Autohöfe und Raststätten, Allgemeines |

    7 Mitfahrer zu “Urlaubszeit und Wohnwagenfahrer - eine Ergänzung”

    1. hajo meint:
      30.Juli 2008 at 15:05

      ja, lieber Uwe, da ist kaum etwas hinzuzufügen. Die Gesetzeslage ist wohl eindeutig und auch das, was Du bezüglich der Ausweichmöglichkeiten von Truckern schreibst ist plausibel.

      Und das mit den Anwohner-Protesten ist so eine Sache: Jeder will bestimmte Güter, möglichst “just-in time”, aber “Hauptverkehrsstrassen, gar Autobahnen oder Raststätten/Autohöfe vor meiner Haustür: NIE!”
      Florian lässt besonders herzlich grüssen!

      Aber: auch die Haupt-Ferienzeit ist bald vorbei

      Gruss + allzeit gute Fahrt
      Hajo

    2. Klaus meint:
      31.Juli 2008 at 14:04

      Hallo,

      also, ich hätte da schon noch was hinzuzufügen:

      1. diese Vorschrift würde ich als Wohngespannfahrer (bin selber keiner) so verstehen, daß ich dort zwar nicht mit meinem überdimensionierten Geländewagen mit mehr als 2,8 t Lebendgewicht parken darf, wohl aber mit Anhänger. Und das macht ja auch Sinn.

      2. Mit Verlaub, liebe Trucker, die Autobahn gehört euch wirklich nicht allein. Auch andere Menschen haben dort ein Existenzrecht.
      Wenn hier schon Gesetzestexte zitiert werden, dann darf man bestimmt auch andere heranziehen, nach denen es verboten ist, mit dem Lastzug quer über acht PKW-Plätzen zu parken, auf der Beschleunigungsspur zu halten, im Halteverbot zu übernachten usw.
      Doch doch, das sehe ich jeden Tag.

      Ich verstehe ja, daß das alles nervt, vor allem, wenn man sein Geld auf der Autobahn verdient. Aber andere verdienen ihr Geld auch da, allerdings nicht im LKW, und die müssen auch die eine oder andere Einschränkung hinnehmen.

      Bleibt doch bitte fair, sonst könnt ihr es auch nicht verlangen.

    3. Ralph meint:
      31.Juli 2008 at 17:55

      Zu Klaus
      Wir beschneiden Euer “Existenzrecht” doch
      nicht und wollen es auch nicht , aber wenn ich
      meine Lenkzeit um habe dann parke ich wo Platz
      ist , möglichst ohne andere zu gefährden oder
      zu behindern . Wenn ich dann die Wahl habe einen
      PKW-Platz oder eine Ein-bzw Ausfahrt zu benutzen
      dann ziehe ich eher den PKW-Platz vor .
      Es ist vorgekommen das übereifrige Polizisten
      die Fahrer verdonnert haben und weggeschickt haben
      aber das Echo war nicht von schlechten Eltern .
      Die Polizei hat einen Ermessensspielraum und es
      gibt eine sogenannte ” Verhältnismäßigkeit der
      Dinge bzw der Sachlage ” bei der Polizei .
      Jeder der halbwegs bei klaren Verstand ist ,
      weckt keinen Fahrer und schickt Ihn weg , da der
      Fahrer sich damit strafbar macht ( Lenk - und
      Ruhezeiten Verstoß )und der Polizist Ihn zu einer
      Straftat bzw Ordnungswidrigkeit auffordert .
      Jeder Polizist vermeidet eigentlich solche
      Zwischenfälle , sollte es aber sein und der Fahrer
      hat nen guten Anwalt hat der Polizist nen Problem
      So sieht das aus in unseren Beruf , wir wehren uns

    4. hajo meint:
      1.August 2008 at 06:34

      @2 Klaus,

      wenn ich mir die STVO ansehe, dann finde ich unter “§39 Verkehrszeichen”
      das Symbol eines Solo-LKWs mit folgendem Text:
      “(4) Sinnbilder … Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5t, einschließlich ihrer Anhänger, und Zugmaschinen, ausgenommen Personenkraftwagen und Kraftomnibusse”
      AUSGENOMMEN PERSONENKRAFTWAGEN, d.h., PKWs haben hier nichts zu suchen!

      So einfach ist die Lage nach dem Gesetzestext.

      .. aber vielleicht steht dieses Schild ja auch auf der Abschussliste von Herrn Tiefensee

    5. Klaus meint:
      1.August 2008 at 07:52

      Moin,

      echt interessant, auf der einen Seite wird Ermessensspielraum der Polizei verlangt und auch begrüßt, wenn Dinge “im grünen Bereich” sind, also niemand wirklich behindert oder gefährdet wird.

      Im nächsten Posting wird dann auf Paragraphen herumgeritten, daß dieses “geben und nehmen” nicht für PKWs gelten soll.

      Ja was denn nun?

      Wir alle regen uns immer mächtig über den “Gegner” auf der Bahn auf, der einem das jeweils zustehende natürliche Menschenrecht auf Essen, schlafen, schei*** streitig macht.
      Und alle verlangen vom anderen, daß der sein Verhalten ändern solle.
      Tut der aber nicht. Wie denn?

      Also, was soll das?

      Wer ein bißchen nachdenkt, kommt darauf, daß Druck immer nur Gegendruck erzeugt.
      Gewalt auf der Autobahn - jaaaaa, dicht auffahren und anblinken mit 400 Watt ist Gewalt!! - bringt keinen, absolut gar keinen Vorteil. Nicht mal eine Zehntelsekunde Vorsprung. Dafür werden aber alle Beteiligten in allerhöchste Lebensgefahr gebracht.
      Das nachfolgende Ausbremsen ist dann nur die Rache aus niedrigen Beweggründen.

      Ja, ich weiß, auch das schneiden des LKW im Sicherheitsabstand ist Gewalt, bringt genausowenig ud erzeugt dieselben Wirkungen.

      So, und mit den Parkplätzen und der Geschwindigkeit und der Überholerei ist es alles dasselbe.

      Was ich sagen will: es ist mehr als dumm, gegeneinander zu fahren. Man kommt nicht weiter. Es geht nur miteinander, und dazu gehört, den anderen auch leben zu lassen, wenn der mal eher da war und den besseren Platz gekriegt hat.

      So long..

      PS: übrigens eine interessante Diskussion hier.

    6. hajo meint:
      1.August 2008 at 10:09

      @Klaus

      Ich habe den Verdacht, dass Sie den Beitrag 3 von Ralph nicht richtig gelesen haben: mit Fahrer sind offensichtlich Fern-Fahrer gemeint, denn nur die müssen Ruhe-/Lenkzeiten nachweisen.

      Das nur am Rande.
      Das hat erst einmal nichts mit Paragraphenreiterei zu tun.

      Grundsätzlich sollte wirklich die Vernunft walten, aber die heisst auch, dass die Trucker wirklich die Schwächsten sind, weil sie
      a. vorgeschriebene Arbeitszeiten und Pausen haben (und das wird - m.E. zu Recht - akribisch überwacht) und
      b. über keine “Infrastruktur” verfügen (wurde von Uwe schon deutlich gemacht).

      Also nicht nur an die Vernunft der Trucker appellieren.

      Übrigens: ich bin kein Trucker, aber zwangsweise Vielfahrer und ich fluche auch mal über LKWs, die plötzlich die Spur wechseln (um dann erst den Blinker zu setzen), sich Elefantenrennen liefern und und und
      ..aber mindestens genau so oft fluche ich über PKW-Fahrer, die die Mittelspur mit 100 km/h belegen (obwohl rechts km-weit frei ist, die es nicht nötig haben, beim Überholen (mit 120 km/h jemanden mit 115 km/h) mal die Geschwindigkeit wenigstens etwas zu erhöhen und und und

      Es macht aber keinen Sinn, gegenseitig die Macken aufzurechnen.

    7. Jens Nießen meint:
      26.September 2008 at 10:06

      Moin zusammen, neulich in F bezahlt und auch in D rechtliche Strafen durch die EU.
      Eine halbe std. überziehen, also 5 std. fahren kostet 135€ , eine große verkürtzte Pause von 9 std. unterbrechen warum auch immer kostet 750€. Auch nach der unterbrechung macht eine Pause von 9 std. meist keinen sinn da der Tag nur 24 std. hat. Arbeitszeit und Pausenzeit sind in einem Zeitraum von 24 std. zumachen.
      Höhrt sich kompliziert an, ist auch kompliziert, schließlich muss alles abgestimmt werden mit dem Ausladezeiten und und und……
      Oftmals wird in D noch ein Auge zugedrückt, kommt man dann nach F wirds teuer (ja, auch schon für eine Minute ).
      Aufgrund dieser Strafen (die letzendlich immer der Fahrer zahlt) und des wenigen Spielraums der uns gelassen wird, kommt manchmal auch ein etwas rauer Ton zusprache.
      Die aktzeptanz bei den Bürgern ist dafür gleich null, wie auch sie wissen es gar nicht.

      Grüße von Jens !

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