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    Fahrermangel

    Von Uwe | 26.April 2008

    Seltsam oder wunderlich, in letzter Zeit werde ich öfter angesprochen. Nein, leider nicht von schönen Frauen, sondern von anderen Fahrern. Und diese suchen auch nicht nach dem rechten Weg sondern wollen mich abwerben. Zu ihrer Spedition locken. Teilweise werden da sogar Verdienstbescheinigungen vorgezeigt die einem schon manchmal Tränen in die Augen treiben. Manche geben auf Nachfrage sogar zu, das sie von ihrem Chef eine Prämie bekommen wenn sie neue Fahrer anwerben. Und das sind nicht etwa Wald- und Wiesenspeditionen, sondern namhafte Betriebe, die in der Branche durchaus einen guten Ruf geniessen. (Ok, die anderen gibt es natürlich auch….)
    Der Fahrermangel lässt grüssen, mittlerweile sehen die Firmen was passiert wenn man keinen Nachwuchs ausbildet. Die Bundeswehr hat als Fahrschule der Nation auch ausgedient, und wer macht schon auf eigene (nicht unerhebliche) Kosten den Lkw-Führerschein? Das Durchschnittsalter der Fahrer steigt, in den nächsten Jahren werden viele in Rente gehen - nur wer soll dann die Lkws fahren? Die meisten Jugendlichen, durch Fernsehserien „gebildet“ sehen doch nur noch, das man sein Geld leichter, angenehmer und mit mehr Freizeit verdienen kann. Wer will denn schon noch die ganze Woche weg sein, wenn die Freunde das gleiche mit 8 Stunden Arbeit verdienen und jeden Tag zuhause sind?
    Einerseits macht so etwas nachdenklich, andererseits freut es mich auch - ich glaube, ich muss mir bis zu meiner Rente keine Sorgen mehr um einen Job machen.

    Aber wer sorgt in 10 Jahren dafür, das die Regale im Supermarkt voll sind, das neue Autos gebaut werden können, das wir ganz einfach die normalen Dinge des täglichen Lebens einkaufen können? Die Eisenbahn bestimmt nicht, die ist doch jetzt schon überlastet. Lkws bringen das alles, was wir in den Geschäften finden.

    Aber wo finden wir die Fahrer dafür?

    Topics: Nachdenkliches, Allgemeines |

    15 Mitfahrer zu “Fahrermangel”

    1. Marco meint:
      26.April 2008 at 08:58

      Und, schon über einen Wechsel zu einer Spedition mit mehr Gehalt nachgedacht?
      Ach, das könntest Du hier ja gar nicht schreiben. Man weiß ja nie, wer mitliest

    2. Lennart meint:
      26.April 2008 at 10:14

      in 10 Jahren ist Diesel wahrscheinlich eh schon so teuer, da ist es wahrscheinlich billiger die Ware zu Fuß zu tragen….

    3. Erklärbär meint:
      26.April 2008 at 12:10

      Packesel Reloaded

    4. Gast meint:
      26.April 2008 at 19:08

      In 10 Jahren wird alles von Osteuropaern gefahren. Weil die billiger sind. Das gleiche passiert in allen Branchen.

    5. opatios meint:
      26.April 2008 at 23:15

      Oder die “Agentur” kommt auf die gleiche Idee, die sie schon früher hatte als sie noch “Arbeitsamt” hiess… massenweise Umschulungen und Lehrgänge bezahlen für ein Berufsbild das gerade ungeheuer gefragt ist.

      Als ich das erste Mal hinging, war’s Wach&Schließ. Beim zweiten Mal MCSE. Beim dritten mal Callcenter. (wie sich das Überangebot an “qualifizierten” Kräften auf die Arbeitsbedingungen und Löhne auswirkt wissen wir inzwischen)

      Staplerscheine gabs bei denen auch mal en gros. Alles nix für mich da ich ja bereits anderweitig “qualifiziert” war. (ein Glück!)
      Irgendwann ist auch das Speditionsgewerbe dran und jeder Arbeitslose der weiß wie ein Lenkrad aussieht kriegt den CE finanziert.

    6. Thomas meint:
      29.April 2008 at 16:40

      Muss zu diesem Thema auch mal meinen Senf dazugeben…

      Zu den Osteuropäern ist nur zu sagen, dass der Trend wieder von denen weggeht. Denn auch der Pole und der Tscheche haben mit steigenden Lebensunterhaltskosten zu kämpfen, und dank der EU-Osterweiterung werden diese Leute in zehn Jahren genauso hohe Lebenskosten haben wie wir und folglich die gleichen Löhne fordern/zum überleben BRAUCHEN! Genauso geht es wiederum 10 Jahre später denen, die von noch weiter aus dem Osten kommen. EU sei Dank! (Nicht falsch verstehen, bin kein 100%iger Befürworter der EU!)
      Als Beispiele fallen mir Fahrer aus dem Osten ein, die in deutschen Supermärkten einkaufen, da Lebensmittel bei uns zum Teil BILLIGER sind als bei ihnen zu Hause! Außerdem ist der Job auch nicht der Traumjob eines jeden Tschechen/Polen/Russen, denn auch die bevorzugen oftmals einen Job der genausoviel / etwas weniger Kohle ins Haus bringt, aber dafür sind sie jeden Tag daheim bei Frau und Kind! Es wird sicherlich immer einen Teil ausländischer Fahrer geben, die billiger fahren als wir und uns Touren und Jobs “wegschnappen”… aber der steigt mit Sicherheit nicht an! Denn mit dem Lohn steigt und fällt auch die Qualität der Arbeit… und schickt mal einen unterbezahlten Polen und einen gut geschulten, ordentlich bezahlten Deutschen nach Italien mit 3 Abladern und 4 Ladestellen… Wer wird wohl zuerst fertig sein und die Ware heil und ordentlich geladen und gesichert unter Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten am Zielort abliefern?!?

      Zum Thema Umschulung/Agentur für Arbeit fällt mir nur folgendes Wort ein… GRUNDQUALIFIKATION! Die AA wird den Fahrerbedarf nicht mehr stillen, da der Erwerb der GQ einfach zu teuer ist, um jeden zweiten Arbeitslosen in diese Sparte zu stecken! Versucht doch nur mal, einen Führerschein für den Job von denen bezahlt zu bekommen… Keine Chance! Und da die GQ ein vielfaches des FS kosten wird, fällt auch diese Zukunftsprognose weg.

      Meiner Meinung nach wird es in Zukunft einen hohen Bedarf an Fahrern geben, aber die großen (und seriösen) Firmen werden anfangen (bzw weitermachen), junge Fahrer auszubilden, um damit wenigstens einen Teil ihrer offenen Stellen füllen zu können. Auch wenn diese Leute nicht vom Himmel fallen, ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen… es gibt sie noch, die leidenschaftlichen LKW-Fahrer! Ich bin selbst auszubildender Berufskraftfahrer, stehe kurz vor der Abschlussprüfung und fahre hauptsächlich im Bayern-Italien-Verkehr. Meine Firma hat vor ca 5 Jahren angefangen auszubilden… mittlerweile stieg die Zahl der Azubis jedes Jahr, von zuerst 2 auf 3, letztes Jahr auf 6 und im September sollen sogar 10 neue kommen! Ich war auch schon auf einer Ausbildungsmesse mit meinem Ausbilder, um für den Beruf zu werben… Und ich kann euch sagen was uns fehlt: positive Mundpropaganda! Denn kaum ein Jugendlicher weiß, dass man diesen Beruf überhaupt erlernen kann und hat nur vom Onkel des Vaters eines Kumpels mal gehört, dass man dazu vorher KFZ-Mechaniker gelernt haben muss… Und die Reaktionen auf die korrekten Informationen zum Berufsbild? Zu 20%: “COOL! Gibts da ne Firma in meiner Nähe?” Also, liebe Kollegen, erzählt allen euren Bekannten doch bitte nicht immer nur von den Scheißtagen, an denen man mal wieder ewig auf einer öden Autobahn unterwegs war, beschimpft und ausgebremst wurde von PKW-Fahrern, und stundenlang auf die verfluchte Ladung warten musste! Erzählt doch auch mal von den Tagen, an denen man bei Sonnenschein über die Alpen, vorbei an den schneebedeckten Bergen, oder in den blutroten Sonnenaufgang gefahren ist, an denen der nette PKW-Fahrer einen aufmerksam gemacht hat, dass der Reifen links hinten so komisch qualmt, oder die (wenn auch seltenen) Tage, an denen man einfach mal 2 Stunden früher zu Hause war als geplant, während alle anderen noch auf der Arbeit waren in ihrem 8-Stunden-Job… Das ist alles, was uns fehlt, um junge Menschen auf unseren, wenn auch “etwas anderen”, aber dennoch tollen Job aufmerksam zu machen!

      In diesem Sinne….

      Gute Fahrt!

      Gruß
      Thomas

    7. Ralf meint:
      6.Mai 2008 at 14:32

      Ich hab tatsächlich vor ein paar Jahren auf eigene Kosten mir den CE finanziert. Weil ich LKW-Fahren grundsätzlich für einen geilen Job halte.
      Wenn, ja wenn nicht diverse Bedingungen mich jedesmal nach langem Überlegen wieder davon abhalten, tatsächlich umzusteigen:
      -Beispiel Arbeitszeiten: ich geb zu, ich arbeite eigentlich nur für meine Freizeit. Geld ist mir dabei nicht sooo wichtig. Lebe eher bescheidenen Lebensstil. Arbeite deshalb am liebsten Teilzeit.
      Von mir aus auch 6 Monate durchgehend arbeiten, 6 Monate frei oder so.

      Insofern kommt für mich die reguläre Arbeitszeit mit gesetzlicher Wochenruhe von 45 Stunden enorm bitter rüber:
      Man rechne Mal nach: ankommen (im günstigen Fall) Freitag 20 Uhr, Wochenende ist damit rein gesetzlich Sonntag 17 Uhr bereits zu Ende.
      Während der normale “Bürosesselfurzer” bereits Freitag um 13 Uhr seinen Bleistift fallen lassen kann und erst Montags 8 Uhr wieder auf der Matte steht. Quasi 67 Stunden “Wochenruhezeit”. Das ist gut ein Drittel mehr.

      Dazu noch die Schichtzeiten von ca.13 Stunden. Damit kommt eigentlich nur Fernverkehr in Frage.
      Ernsthaft: wer, wenn er nicht muss, tut sich so eine LIDL-OBI-Kaufland-Tortur im Nahverkehr an? 6 Uhr anfangen, 19 Uhr aufhören, zigmal laden- und entladen und das täglich???
      Bin ja nicht bekloppt, vor allem wenn man dann auf einen Stundenlohn ähnlich einer “Reinigungsfachkraft” kommt…

      -Weitere Beispiele sind Parkplatznot, Gefährlichkeit (3 von 10 Fahrern in Europa wurden schonmal überfallen), mieses Berufsimage (hättet mal die Reaktionen im Bekanntenkreis hören müssen, als ich sagte eventuell in den LKW steigen zu wollen…
      Freundin/Frau/Freundschaften leiden eventuell unter der Abwesenheit.

      Da liegt was total im Argen, was die Bedingungen des Jobs “LKW-Fahrer” angeht, aber die Verantwortlichen jammern nur herum, anstatt die Bedingungen endlich zu verbessern.

      Der “Gegenwert” des Jobs ist aber (zumindest für mich) auch klar: relative Freiheit, Selbständigkeit, kein Chef mit im Büro, der einen ständig nervt.
      Herumkommen, was sehen von Europa. Irgendwie mehr im “Leben drin sein”, als nine-to-five jeden Tag im Büro rumsitzen und dann am Feierabend vor dem TV versauern…

      In der Hinsicht könnte ich mir so vorstellen, den Job zu machen: Immer 2 Wochen durchgehend fahren, dann 2 Wochen vor Ort was anderes machen (anderer Job oder freimachen). Und natürlich nur Fernverkehr, aus oben beschriebenen Gründen.

      Mal sehen, ob sich das irgendwie machen lässt…
      Grade die Speditionen könnten doch eigentlich recht flexible Arbeitszeitmodelle anbieten und damit Individualisten (zum Rockgitarristen hat leider mein musikalisches Talent nicht gereicht… ) in die Unternehmen holen.
      Löhne und Arbeitsbedingungen verbessern, dann gäb es vielleicht auch keine Probleme mit dem Nachwuchs.

    8. Uwe meint:
      8.Mai 2008 at 18:28

      Erstaunlich, das gerade hier so lange und ausführliche Kommentare kommen.

      @Thomas: Super, das du den Beruf richtig von der Pieke aus lernst. Wenn du Interesse hast dich in vernünftiger Runde mit anderen Fahrern (online) auszutauschen, in der rechten Sidebar ist der Link zum Forum Truckerfreunde.de

      @Ralf:Ich weiss ja nicht, wo du wohnst, aber z.B. die Spedition Georgi in Haiger bietet ein Job-Sharing-Modell an. 13 Tage fahren, 13 Tage frei. Nur Luftfracht, mit be- und entladen nichts zu tun.
      Ansonsten würde ich es mal bei einem Uitzendbüro in Holland versuchen. Die vermitteln auch Zeitfahrer und zahlen niederländischen Tarif!

      @ Marco: Es gefällt mir halt in dieser Firma, was soll ich da machen?

    9. Flash meint:
      8.Mai 2008 at 18:56

      Für mich selbst käme das Truckerleben NIE in Frage - ich kann auch nicht verstehen, wer das freiwillig macht. Ich liebe mein Zuhause und will so viel wie möglich da sein - auf irgendwelchen Rastplätzen rumhängen und die ganze Woche ohne jeden Komfort in der Kabine pennen, wäre das Allerletzte.

      Sicher wird es schwer werden, genug Fahrer zu finden, aber es gibt auch immer “gescheiterte Existenzen” oder unstete Naturen, die aus irgendwelchen Gründen eh nix zu hause hält. Und östlich Europas kann man bestimmt noch einige Fahrer rekrutieren.

      Man muß das Fahren im Blut haben, dann geht es. Bei mir gehts nicht - mir wurscht, wer die Supermärkte usw. beliefert. Wie schon oben geschrieben: in 10-20 Jahren sieht die Sache schon anders aus, weil der Sprit zu teuer geworden ist.

    10. Uwe meint:
      8.Mai 2008 at 19:19

      Wieso bezeichnest du Fahrer als gescheiterte Existenzen? Berufskraftfahrer ist ein anerkannter Ausbildungsberuf und wie oben schon geschrieben werden die Anforderungen auch an erfahrene Fahrer immer höher. Nur einfach das Lenkrad drehen reicht da nicht aus.

      Würdest du z.B. zelten gehen? Oder mit dem Wohnwagen auf Tour gehen? Warum machen das so viele Menschen? Um mal etwas anderes zu sehen, irgendwo in Schweden an einem See Feierabend machen, die Adria entlangfahren, irgendwo in die Berge usw.

      Und bei allem Stress, den es heute auf den Strassen gibt werden Fernfahrer irgendwie ja auch für sowas bezahlt.
      Nebenbei bemerkt, es gibt genug Fahrer die zu Hause eine Familie haben, Frau, Kinder, vielleicht ein eigenes Haus…
      Trotzdem (oder vielleicht deswegen) funktioniert ihre Ehe immer noch super.

      Wie schrieb neulich jemand: Wenn wir unterwegs sind, wollen wir nach Hause. Aber wenn wir zuhause sind wollen wir wieder auf die Strasse.

      Wer den Job nur macht, um Geld zu verdienen wird sicherlich nicht glücklich damit. Wer aber die Liebe zum Beruf mitbringt kann hier einen faszinierenden (ja, auch heute noch) Beruf erleben.

    11. Thomas meint:
      9.Mai 2008 at 13:28

      @Flash:
      Genau solche Kameraden sind es auch, die sich auch auf der Autobahn aufregen wie die bekloppten wenn ein LKW überholt und deshalb der Mittelspurfahrer mit 140 nach links muss und er deshalb nicht mit 200 vorbeirasen kann!
      Dass nicht jeder den “Diesel im Blut” hat, ist ganz klar und auch gut so. Dass du lieber daheim bist als irgendwo unterwegs ist auch ok. Aber deswegen alle, die anders denken, als “gescheiterte Existenzen” und “unstete Naturen” zu bezeichnen, und anzudeuten, dass wir alle durch Osteuropäer ersetzbar sind, ist eine Frechheit. Ich unterstelle dir ja auch nicht, dass du den ganzen Tag nur Zeitung liest im Büro und nichts arbeitest und ja sowieso durch jede ungelernte Aushilfskraft ersetzbar wärst weil man für deine Tätigkeit nichts können muss. Ich respektiere deine Arbeit, auch wenn ich sie nicht gegen meine tauschen möchte. Aber es gab wohl schon immer intolerante Leute mit Brett vorm Kopf.

    12. Andreas meint:
      15.Mai 2008 at 09:40

      Hallo
      Den Begriff “gescheitete Existenzen” kann man sicher auf einige wenige anwenden. Diese sind aber sehr in der Minderheit und auch meist schnell wieder aus dem LKW Gewerbe verschwunden. Alleine die jetzigen Bestimmungen zur Lenk und Ruhezeit überfordern so manchen. (selbst erlebt)

      Beste Grüsse

    13. NorgeChris meint:
      27.Juni 2008 at 17:19

      Ich sehe es von zwei Seiten. War über 20 Jahre auf der Strasse unterwegs, immer International. Wochen oder manchmal Monate nicht nach Hause gekommen, aber es hat mir(fast)immer viel Spaß gemacht. Habe viel gesehen, andere Kulturen kennen gelernt. War an Stellen wovon andere träumen oder Alpträume von bekommen
      Aber in den letzten Jahren ging es spürbar bergab. Die Löhne stiegen nicht, der Verkehr wurde immer schlimmer und der Druck wurde auch versucht zu steigern. Irgendwann war der Punkt erreicht, wo ich ausstieg und jetzt in einem netten Büro disponieren darf. Ich frage mich jeden Tag was ich da mache, ob es für mich wirklich dass richtige ist. Meine Fahrer treiben sich in ganz Europa rum und ich sehe jeden Tag in den Bremer Himmel. Aber ich hatte den Punkt erreicht wo es keinen Spaß und Sinn mehr machte, da kannst Du nur noch vom Bock steigen. Aber wer weis schon was die Zukunft bringt Ein gutes Angebot aus Skandinavien oder im Skandinavien Verkehr und ich kann für nichts garantieren

    14. Christoph meint:
      30.August 2010 at 07:54

      Das Problem entwickelt sich schon seit Jahren, wie man z.B. an Deinem Beitrag sieht, aber erst jetzt bekommen alle kalte Füße.
      Ich schrieb gerade gestern wieder drüber.
      2014 wird schon gefürchtet, womöglich mehr als 2020 wenn die meisten jetzigen Fahrer in die verdiente Rente gehen.

    15. Thomas meint:
      30.November 2010 at 17:22

      Hallo zusammen !

      Habe mir sehr aufmerksam die Beiträge durchgelesen.
      Was euch so in den Fingern liegt ?! Solltet vielleicht mal darüber nachdenken, vielleicht ein “On the Road Tagebuch” oder Road Movie (Dokusoap?) von einem großen Sender sponsern lassen ! …nein Scherz beiseite oder so ähnlich. Ich schätze den Beruf des Berufskraftfahrers sehr, denn es stimmt schon, wer bringt Uns das Ganze an ESSEN - BRETTERN - SCHRAUBEN - ….und vergesst nicht ! DAS LECKERE WEIßBIER in die Regale ???? ….richtig, “die Kutscher”. Ich habe mir den “Spass” erlaubt, den CE auf eigene Kappe zu machen, fahre auch immer wieder mal als Aushilfe im Verteilernachtverkehr. Würde gerne, wenn´s in meinem Job stundenmäßig bergab geht,auch mehr fahren ! Aber jetzt stellt euch mal die Frage, ob ich mehr fahren darf ?
      Nein ! , Da sitzen dann viele Chef´s immer noch in den Firmen….und was meint ihr was höchstes Interesse bei denen hervor ruft ? Lenkzeiten einhalten ? Träumt mal schön weiter ! Spesen ? Wozu essen und trinken ??? fahre umsonst und bring Geld mit ! So ist leider meine Erfahrung bisher…. wenn du dann noch was erzählst dass du arbeitest damit deine Familie nicht nur zu den Hartz 4ern gehört… ; …aber trotzdem habe ich die Fahrerei lieben gelernt. Denn nur wenn ein PKW´ler einmal gelernt hat, worauf die Trucker zu achten haben (Umfang - Länge des Gefährt´s), wird er verstehen was Sache ist ! Ich habe mein Herz für Trucker verloren ! Jungs und Mädels …OHNE EUCH GEHT GAR NIX ! ….ich verzieh mich wieder ins winterliche

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