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    Pyrenäen - eine Tour mit Hindernissen

    Von Uwe | 9.März 2008

    Diese Woche hatte ich eine Tour nach Südfrankreich, genau gesagt in die Pyrenäen. Eigentlich ja eine schöne Fahrt, lange Strecken die man sich gut einteilen kann und dann vor Ort drei Kunden zu beliefern. Auch wenn zwischen dem ersten und dem letzten noch ein paar Hundert Kilometer liegen.
    Am Dienstag stand ich dann also bei 17° in der Nähe von Montpellier und habe dem ersten Kunden ein paar Paletten Kakao gebracht. Dann weiter zum zweiten, der auch ein paar Paletten mit Kakao bekommen hat. Soweit also noch nichts ungewöhnliches. Der dritte Kunde hatte es dann schon eher in sich. Ein kleines Dorf in den Bergen, auf ca. 800 Meter Höhe gelegen und mit ziemlich engen Zufahrtsstrassen, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Zwischendurch stand mir dann noch eine Brücke im Weg, die mir ihrer Durchfahrtshöhe von 3,10 Metern dann doch etwas zu niedrig war für die 4 Meter, die mein Lkw misst.

    Egal, irgendwie geht es immer, auch die kleinste Firma hat eine Zufahrt. Man muss sie halt nur finden….
    Auf jeden Fall konnte ich dort sehr gut und ruhig stehen und Mittwoch morgen waren auch die 12 Paletten Folie schnell abgeladen. Dann in der Dispo gemeldet und auch sofort die erste Ladestelle bekommen. Ebenfalls ein Dorf in den Bergen, wo eine Firma Landmaschinenteile herstellt. Manchmal fragt man sich wirklich, warum solche Firmen so versteckt liegen müssen.
    Danach sollte ich Richtung St. Etienne fahren, um am Donnerstag den Auflieger voll zu kriegen und dann ab Richtung Heimat. Leider spielte mir da da Wetter einen Streich. Schnee, Glätte und Sturm machten die Fahrt zur Autobahn ziemlich haarig - bis dann plötzlich der Auflieger vom Wind zur Seite gedrückt wurde!
    Ich kann euch sagen, es ist ein seltsames Gefühl wenn man im Spiegel sieht wie der Trailer in den Graben rutscht und man hat keine Möglichkeit, etwas daran zu ändern.

    Somit stand ich also mitten in den Bergen, der Auflieger hatte eine leichte Schieflage und lies sich aus eigener Kraft nicht wieder rausziehen. Hilfe suchen? Zwecklos, in welche Richtung hätte ich denn gehen sollen? Also einfach warten und hoffen. Keine Viertelstunde später kam dann auch tatsächlich ein älterer Mann, überschüttete mich mit einem Wortschwall auf Französich und machte mir klar, das er Hilfe holen wolle. Nachdem er ein paarmal weggefahren und wiedergekommen war gab er mir dann zu verstehen, das ein Räumfahrzeug unterwegs ist. Dieses war dann auch nach etwa einer Stunde da, die Männer besahen sich das Spektakel und wir diskutierten auf französisch, englisch und deutsch - und mit Händen und Füssen Letztendlich streuten die Männer eine Ladung Split auf die Strasse, nahmen mich an die Kette und langsam und gefühlvoll wurde der Auflieger wieder auf die Strasse gezogen. Ich war glücklich und dankbar, wieder alle Räder auf festem Untergrund zu haben. Der jüngere der beiden Retter kuckte dann mir mir zusammen noch bei M&G nach, welche Strecke ich jetzt nehmen sollte. Dann zogen sie mich zur Sicherheit noch zwei kleinere Steigungen hoch, die Kette wurde gelöst und sie fuhren vor mir her, streuend und räumend. Nach einer gefühlten Ewigkeit etwa 5 Kilometer fuhren sie rechts ran, machten mir klar das es jetzt keine Probleme mehr gibt und wollten sich verabschieden.
    Ich habe mich nochmal sehr herzlich bedankt und den Jungs zum Abschluss eine Palette schwedisches Bier geschenkt. Die haben sich richtig gefreut. Ich ja sowieso, vor allem, als ich dann endlich wieder die Autobahn unter mir hatte.

    Übrigens, die Landmaschinenteile, die ganz vorne auf dem Auflieger standen waren von mir sehr gut gesichert worden, die standen nach dem Ausflug in den Graben noch genauso, wie sie geladen wurden!

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    Topics: Ärgerliches, Unterwegs, Lkw |

    9 Mitfahrer zu “Pyrenäen - eine Tour mit Hindernissen”

    1. Tobias meint:
      9.März 2008 at 18:49

      Na da haste ja was erlebt in der Woche… Solltest dir vielleicht nen Pfadfinder mieten dann findest die Wege schneller !

    2. sascha der rettungsdackel meint:
      9.März 2008 at 19:24

      Dann können wir ja froh sein das dir nichts passiert ist…

    3. Maik meint:
      9.März 2008 at 21:45

      Aber genau solche Kunden wie Dein letzter machen irgendwie am meißten Spass…

    4. Gerd meint:
      10.März 2008 at 20:32

      Eng ist ja so schön *g*
      Ich hatte ähnliches mal in Spanien erlebt.
      Mein Kunde schaute nicht schlecht als ich ihm einige Paletten Verpackungsmaterial anlieferte.

      http://www.skatonline.de/modul.....er/eng.jpg

      Zu sehen die Firmeneinfahrt bzw Ausfahrt bei meinem Kunden heute in Villanueva de Pallido (bei Madrid). auf jeden Fall schön Eng :-)

      Gruß
      Gerd

    5. Gerd meint:
      10.März 2008 at 20:37

      Übrigens fahre ich ja heute keinen Kühler mehr und auch nicht mehr bei dem spanischen Unternehmen.

      Aber den schönen Iveco sollte auch nach mir niemand mehr fahren.

      Ich zeige Euch mal warum ihn niemand mehr fahren kann :-)

      http://www.skatonline.de/1/

    6. Nietnagel meint:
      11.März 2008 at 02:04

      Geht da gar nichts an der Hängerkupplung kaputt, wenn der in so einem komischen Winkel im Graben hängt? Sieht ja schon grausam raus. Von welcher Seite haben Sie dich denn rausgezogen? Von hinten wieder auf die Strasse oder quer vom Feld wieder auf den Weg?

    7. so sollte sie aussehen - Der Rettungsdackel - meint:
      11.März 2008 at 16:26

      […] Bildergalerie würde ich gern das Plugin vom Fernfahrerblog haben. So das man die Bilder direkt einbindet und beim betrachten einfach nur auf einen Pfeil […]

    8. Uwe meint:
      12.März 2008 at 17:01

      Klar macht es mehr Spass, auf solch kleinen Strassen zu fahren. Geradeaus auf der Autobahn kann ja jeder….
      Rausgezogen haben sie mich übrigens von vorne, Kette eingehängt, ordentlich Split vor die Reifen und dann sanft gezogen. Ging aber auch nur, weil ich kaum Gewicht auf dem Auflieger hatte.

    9. Klabautermann meint:
      29.März 2008 at 19:33

      Hallo uwe, schöne bilder hast du in france gemacht. die von gerd und seinem iveco sind ich lebe jetzt nach über 40 jahren fernverkehr in rente in paraguay. immer ist es hier warm. gut gegen reuma aber alle sollten mal sehen was in diesem land für trucks fahren: kein licht,keine bremsen, ehemalige lk
      w aus DE ca. 20-40 jahre alt; überladen statt 40 ts meist das doppelte an gewicht. 60 ts und 130 ps keine kabine sind hier norm. da sollten die kollegen in DE ihre wünsche wieder zurückschrauben. hier ist dadurch alles viel billiger.ein fahrer verdient im schnitt pro std etwa 5.000 guarani das endspricht etwa 0.80 €!! viele grüße aus südamerika von klaus dem klabautermann aus bielefeld

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