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    Mail zum Thema Überholverbot

    Von Uwe | 2.Dezember 2007

    Ziemlich lange habe ich überlegt, ob ich diese Mail hier veröffentliche und wenn ja, was ich dazu schreibe. Ok, hier ist also erstmal die Mail:

    Überholverbot für Lkw auf deutschen Autobahnen

    Von Kalle

    Hallo liebe Kollegen, am Donnerstag, 25.10.2007, wurde ich nach Frankreich ins Elsaß geschickt. Das sollte meine zweite Ladeadresse werden. Die erste hatte ich in den französischen Alpen am Vortag schon erledigt. Dieses gehört aber weniger zu dem Vorfall, über den ich berichten will.

    Von Feldkirch aus bin ich auf die A36, dann bei Mulhouse über die Grenze auf die A5. Die ersten Kilometer waren wirklich Zucker, trotz Überholverbot.

    Ab Baden-Baden wurde es ganz krass, durchschnittlich 67 km/h! Woran liegt das??? Ich meine, 80 km/h könnte ich nachvollziehen, weil die Treibstoffbomber und Gastanker nicht schneller fahren Aber stellenweise konstant 13 km/h darunter! Das bringt mich auf die Palme! Ihr kennt das sicher auch. Auch an diesem Tag war ich nicht der einzige. Flüche und Schimpfwörter im Minutentakt!

    Spanier, Polen, Bulgaren und Russen sind dann rausgezogen und haben das Verbot für Elefantenrennen ignoriert. Die werden deswegen ja auch nicht angehalten… Dadurch wird unsereins noch mehr Adrenalin in die Venen gepumpt.

    Fazit: Wer auch immer, von uns Kollegen, sich durch irgendeinen Umstand dazu angehalten fühlt, die Geschwindigkeit zu drosseln, sollte sich überlegen, dass es auch andere Kollegen gibt, die noch etliche hundert Kilometer reißen müssen, bevor diese ins Wochenende dürfen. Und viele haben diverse Gründe dagegen erst am Samstag nach Hause zu kommen

    Solche Situationen kennt jeder Lkwfahrer, manche erleben sie fast schon täglich. Zweispurige Autobahn, Überholverbot für Lkw und es reicht ein Fahrzeug, damit es sich staut. Ob es dann ein Schwertransport oder Autokran ist, die nicht schneller können oder ob vorne jemand bummelt, kann man von weiter hinten meistens nicht feststellen.
    Natürlich kann einem da schonmal der Adrenalinspiegel nach oben schiessen und man möchte selber gerne an dem Bummellanten vorbei ziehen. Der Gedanke an Flensburg und die Punkte, die das mit sich bringt lässt aber dann doch die meisten Kollegen vernünftig bleiben.

    Die Polizei könnte natürlich solch einen Schleicher mal kontrollieren, könnte ja auch ein technischer Defekt oder eine Überladung dahinter stecken. Leider haben mir selber schon Polizisten erklärt, das jeder die Autobahn benutzen darf der mindestens 60 Km/h fährt und das in so einem Fall (ging damals um einen Pkw mit Wohnwagen, der beharrlich mit 65 Km/h über die Autobahn kroch) keine Handhabe für eine Kontrolle bestünde.

    Für einen Lkwfahrer auf dem Weg ins Wochenende, heim zu Frau und Kind kann so eine Situation allerdings bedeuten, das man vielleicht 50 Kilometer von Zuhause entfernt seine Lenkzeit voll hat und dann eventuell noch 9 Stunden Pause machen muss! Bedeutet, 9 Stunden weniger mit der Familie oder der Liebsten. Die Alternative, einfach weiterzufahren kann in der kommenden Woche unter Umständen teuer werden, weil ja die Tachoscheiben mitgeführt werden müssen. Übrigens, es müssen die letzten 15 Tage plus die laufende Woche nachgewiesen werden, man könnte also auch noch nach 2 Wochen für eine Lenkzeitüberziehung zur Kasse gebeten werden.
    Der neue Digitalfahrtenschreiber warnt den Fahrer sogar kurz bevor er seine Fahrzeit voll hat. Bedeutet, wer überzieht handelt vorsätzlich!

    Wie schön wäre es, wenn es auf den Autobahnen in Deutschland ein wenig mehr miteinander geben würde, ein wenig mehr Verständnis für den anderen. Mit ein wenig Nachdenken könnte sehr viel Stress unterwegs vermieden werden.

    Topics: Gastbeiträge, Ärgerliches, Nachdenkliches, Unterwegs, Allgemeines |

    4 Mitfahrer zu “Mail zum Thema Überholverbot”

    1. Susanne meint:
      2.Dezember 2007 at 20:10

      Hallo Uwe!
      Vielen dank für die Veröffentlichung der Mail.Deinem Kommentar stimmen wir auch voll zu.
      Liebe Grüße Kalle und Susanne

    2. Daniel meint:
      12.Dezember 2007 at 22:52

      Grundsätzlich stimme ich dir zu. Ich muss dann aber auch an deine Kollegen die Aufforderung richten, etwas entspannter zu sein. Letzten Freitag fuhr ich mit einem etwas temperaturgeplagten alten VW-Bus die A9 von München => Ingolstadt. 3 Spurig ausgebaut, kein Überholverbot. Aufgrund der Temperaturprobleme musste ich mich etwas zurückhalten und bin genau 80 (laut GPS) gefahren. 3 Mal wurde ich von Lastwägen, die mich überholt haben angehupt, diverse male habe ich mir eine Lichthupe eingefangen. Wozu? Ich kann verstehen, dass die Jungs gerne ihre 91km/h nach Begrenzer fahren. Aber wenn ich doch genau deren erlaubte Geschwindigkeit fahre, sollte sich eigentlich niemand großartig aufregen, oder

      Viele Grüße,
      Daniel

    3. Andreas meint:
      21.Dezember 2007 at 11:56

      Mir hat neulich ein Fahrlehrer erklärt, dass LKW und Busse geeichte Tachos haben, bei PKW hingegen bei Tempo 100 der Tacho 5% vor gehen _muss_. Wenn der Tacho das aber übererfüllt (evtl. durch neue oder große Reifen) kann das schon mal auf 10 oder mehr km/h auch unter der 100er Grenze kommen.
      Sein Beispiel waren die PKW, die ihn, der Strich 80 fährt, meinen mit (ihren) 90 überholen zu können und nicht vorbei kommen.

    4. Daniel meint:
      21.Dezember 2007 at 14:50

      Das stimmt so nicht, kein PKW-Tacho muss vorgehen. Er darf nur nicht nachgehen. Laut Richtlinie 75/443/EWG sind allerdings 10% + 4 km/h Tachovoreilung zulässig.

      Im Übrigen habe ich meine 80km/h vom GPS abgelesen, das sollte hinreichend genau sein.

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