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    Lost in Space….

    Von Uwe | 12.Oktober 2007

    … oder auch hilflos auf der Ostsee ist irgendwie schon ein komisches Gefühl.

    Aber der Reihe nach. Nachdem ich Montag in Göteborg und Trollhättan ausgeladen hatte und Dienstag dann in Trollhättan wieder geladen habe sollte ich eigentlich um 22.00 Uhr in Malmö die Fähre nehmen und nach Frankreich. Pech, ein schwedischer Kollege und ich kamen trotz Ticket nicht mehr mit, Fähre war voll. Also wieder ins Büro, umbuchen auf 2.00 Uhr.
    Auch noch soweit im grünen Bereich, meine 5 Kunden in Frankreich hätte ich auch damit noch leermachen können. Allerdings fing dann das Elend an - anstatt um 2 legte die Fähre erst gegen 4 Uhr ab und langsam musste man schon rechnen, ob Strecke und Zeit noch passen.

    Als es dann Zeit war, langsam aufzustehen und zu Frühstücken kam die Durchsage vom Kapitän: “Wir treiben mit Maschinenschaden/Blackout auf der Ostsee!”

    Zu diesem Zeitpunkt waren wir gerade mal 3 Stunden von Malmö entfernt und somit noch weit von Travemünde weg. Netterweise wurde dann von der Besatzung ein ausgiebiges Frühstück spendiert, um die Wartezeit zu versüssen. Zu diesem Zeitpunkt ging der Kapitän noch von einer geschätzten Ankunftszeit von 17/18 Uhr aus. Irgendwie ist es der Besatzung schliesslich gelungen, die Maschine wenigstens teilweise zum laufen zu bringen - zumindestens kurzzeitig. Nach einem weiteren Ausfall lief schliesslich eine Maschine mit etwa 30% Leistung und brachte uns sicher nach Travemünde. Kurz vor dem Hafen wartete dann schon ein Schlepper, um die Fähre in den Hafen zu bringen sowie beim Anlegen behilflich zu sein. Etwa 19 Uhr, wir lagen tatsächlich im Hafen, fest vertäut und hofften darauf, endlich an Land zu kommen. Leider war es dann doch nicht ganz so einfach, anscheinend waren Elektrik und/oder Hydraulik doch stärker mitgenommen als gedacht. Wir sassen oben auf dem “Sonnendeck”, der obersten Abstellfläche für Fahrzeuge an Bord im Lkw als über CB-Funk einer schimpfte: “Sch…., jetzt haben die auch noch meinen Lkw kaputt gemacht!!!!” Wie sich herausstellte, war wohl genau in dem Augenblick, als der erste Lkw von Bord fahren wollte die Rampe wieder ein Stück nach oben geruckt und somit hing der Lkw halb auf der Rampe, halb in der Luft. Das schon sichtlich genervte Personal musste also wieder ran und die Rampe langsam wieder zum absenken bringen.
    Vermutlich aus Sicherheitsgründen blieb dann letztendlich die obere Rampe geschlossen und alle Lkw mussten mit viel rangieren über die untere Rampe von Bord. Bis dann letztendlich wir vom “Sonnendeck” runter fahren konnten war es bereits 21 Uhr und somit die Tour nicht mehr zu schaffen. Nach mehreren Telefonaten mit Chef und Dispo wurde dann beschlossen, Montag auszuladen. Für mich bedeutete das, Donnerstag morgen Wochenende!

    Fazit: 17 Stunden auf See, 2 kostenlose Mahlzeiten an Bord (erstaunlich, wieviele Leute essen wenn es umsonst ist….), ein Fahrer, der sich mit allen Papieren in die Nähe eines Rettungsbootes gesetzt hat und dort auch nicht mehr wegzubringen war, die Erkenntniss, das für eine dritte Mahlzeit wohl nur noch Reste geblieben wären und die Feststellung, das die meisten Kollegen das ganze als das hingenommen haben was es ist, nämlich höhere Gewalt und dementsprechend völlig ruhig und entspannt geblieben sind.

    Topics: Ärgerliches, Unterwegs, Lkw, Allgemeines |

    3 Mitfahrer zu “Lost in Space….”

    1. Moudschegiebchn meint:
      13.Oktober 2007 at 11:57

      Na das ja mal was! Sowas hab’ ich noch nie gehört…naja…aber an einem Donnerstag schon Wochenende?! *auch mal haben will*

      MfG^^

    2. Egon meint:
      15.Oktober 2007 at 09:57

      Was für eine Geschichte. Blöd für deinen Chef (und dich? - du hast ja früher Wochenende) aber gut für uns, weil wir damit diesen spannenden Blogeintrag geniessen durften. Guter Lesestoff.
      Das mit dem Rangieren auf dem Schiff stelle ich mir schwierig vor. Da ist es doch so schon immer so eng und die LKWs sind ja nicht unbedingt klein.

    3. Uwe meint:
      18.Oktober 2007 at 21:19

      Zum Ausgleich durfte ich dann auch schon Sonntag Vormittag wieder los - Sondergenehmigung machts möglich.
      @ Egon, die Einweiser und die Fahrer sind Profis, und wenn beide gut zusammen arbeiten geht es schon.
      Es ist manchmal erstaunlich, wieviele Lkw die Einweiser auf einer Fähre unterbringen…

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