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    Erste Erfahrungen mit einem Navigationsgerät

    Von Uwe | 29.September 2007

    So ein Navi ist ja schon eine feine Sache, auch wenn es sich hier etwas anders anhört. Wenn man, so wie ich, den größten Teil seiner Fernfahrerzeit mit normalen Landkarten (ja Kinder, das sind welche aus Papier, die gab es früher mal) seine Ziele gefunden hat ist ja erstmal ein Laptop mit Routenplaner schon eine feine Sache gewesen. Anstelle einer großen Kiste mit Stadtplänen und Landkarten nur noch ein handliches Lappi, schon hat man wesentlich mehr Platz im Fahrerhaus und die Suche ist wesentlich einfacher, wenn man die Karten jetzt in Form von Bits und Bytes als Bild auf dem Monitor hat.

    Seit letzter Woche fahre ich jetzt also mit einem Navigationsgerät von TomTom durch die Gegend. Ein Traum - endlich eine Frau, die einem sagt wo man langfahren soll und die nicht beim Kartenlesen verzweifelt. Allerdings hat die Kombination Navi/Lkw auch so ihre Tücken. Da die Karten auf dem Navi für Pkws gedacht sind muss man trotzdem noch gewaltig aufpassen. Wo ein Pkw problemlos fahren kann, würde ein Lkw so manches mal stecken bleiben. Sei es eine Brücke, die nur 3,60 Meter Durchfahrtshöhe hat (bei einem Lkw mit 4 Meter Höhe ziemlich eng…, Strecken, die nur bis zu einem bestimmten Gewicht freigegeben sind, Strassen, die generell für Lkw gesperrt sind oder besonders Ortsdurchfahrten, blind auf das Navi zu vertrauen kann hier schwerwiegende Folgen haben. Aber ich gebe die Hoffnung ja nicht auf, das irgendwann auch solche Angaben im Kartenmaterial enthalten sind. Bei mautpflichtigen Strecken fragt das Gerät ja auch, ob man diese vermeiden will.

    Lustig wird es, wenn man eine neue Strasse befährt die im Navi noch nicht bekannt ist. “Bitte wenden” ist schon eine Standartansage, sogar bei der Einfahrt auf die Fähre habe ich diese schon gehört. Manchmal scheint Lisa (es gibt bei TomTom verschiedene Stimmen, ich lasse mich von Lisa leiten) sich auch nicht ganz im klaren zu sein, wo sie sich gerade befindet. Die Ansage “jetzt rechts abbiegen” habe ich zum Beispiel letzte Woche ignoriert - ich wollte dann doch nicht über den Friedhof fahren….

    Auf jeden Fall trägt Lisa ein wenig zur Unterhaltung bei, besonders wenn völlig widersinnige Ansagen kommen. Bei einer Autobahnauffahrt, die in Fahrtrichtung rechts abgeht (seit Jahren, also keine neue Strasse) wollte sie mich auffordern, “biegen sie links ab”. Die Betontrennung zwischen den Fahrstreifen konnte sie ja auch nicht erkennen.
    Bei manchen Ansagen muss ich auch schmunzeln. Da diese vielfach aus zwei Hälften bestehen (biegen sie rechts ab, dann fahren sie auf die Autobahn) sind Sätze wie “fahren sie geradeaus, dann fahren sie geradeaus” oder “biegen sie rechts ab, dann biegen sie links ab” durchaus mit einem gewissen Humor behaftet.

    Unbestritten hat ein Navi also durchaus Vorteile, wenn man es vernünftig einsetzt. Das ich eigentlich keines brauche, wenn ich z.B. von Leer/Ostfriesland nach Travemünde zur Fähre fahre ist eine Sache - andererseits habe ich dann immer die Ankunftszeit im Blick, auch im Stau, da sich die Fahrzeit in solchen Fällen automatisch verlängert. Wenn dann die Disposition anruft und fragt, wie weit man ist und als Antwort kommt “laut Navi bin ich um xxx beim Kunden, wenn nichts dazwischen kommt” oder “ich habe noch xxx Kilometer bis zum Kunden” erleichtert beiden Seiten die Planung und man ist nicht mehr auf eine ungefähre Schätzung angewiesen.

    Lisa merkt sogar, wenn ich zu schnell fahre. Für viele Strassen kennt sie die zulässige Geschwindigkeit und zeigt eine Geschwindigkeitsübertretung in rot an.
    Eine automatische Warnung vor (stationären) Blitzern habe ich dennoch nicht drin. Dies hat verschiedene Gründe: In Ortschaften fahre ich sowieso angemessen, und wenn ich auf Landstrasse/Autobahn mal etwas flott unterwegs bin liege ich normalerweise immer noch unter der für Pkw zulässigen Geschwindigkeit, also wäre der Nutzen eher gering. Das Risiko, in einigen Ländern mit einem Navi incl. Radarwarner erwischt zu werden ist dagegen ziemlich hoch. Vor allem die Schweiz beschlagnahmt in einem solchen Fall das Navi sofort und verhängt auch noch ein empfindliches Bußgeld! Dabei ist es egal, ob die Warnfunktion eingeschaltet ist oder nicht, ist sie drin und man wird kontrolliert ist das Gerät weg - auch im Pkw!

    Übrigens, England ist im Moment das einzige Land, das extra wegen der ganzen Navis ein neues Verkehrsschild eingeführt hat. Da in einem kleinen Dorf in Wales wohl des öfteren Lkws auftauchten, weil sie laut Navi genau diese Strecke fahren sollten und dann das Problem hatten, das die Ortsdurchfahrt zu eng ist wurde extra ein neues Verkehrszeichen entworfen.

    Österreich hat mittlerweile nachgezogen und ebenfalls entsprechende Schilder in der Testphase…

    Topics: Nachdenkliches, Links, Lustiges, Unterwegs, Lkw, Allgemeines |

    6 Mitfahrer zu “Erste Erfahrungen mit einem Navigationsgerät”

    1. Zeth meint:
      1.Oktober 2007 at 09:29

      Mich würde ja mal interessieren ob sich auch jemand von Werner leiten läßt? Auf den 4 oder 5 TomToms die es in meinem Bekanntenkreis gibt hat jedenfalls Lisa die Macht, bei meinen Eltern ist Lisa sogar zum Namen des Gerätes geworden ( “Programmier Lisa schon mal aufs Centro…” )
      Armer Werner… ; )

    2. ToWi meint:
      7.Oktober 2007 at 23:33

      Naja, es gibt aber durchaus Geräte, die spezielle LKW-Karten verwenden. Zum Beispiel von Map & Guide oder Aucon (oder Autocon - bin mir da gerade nicht so sicher).

    3. Matzinator meint:
      8.Oktober 2007 at 18:27

      Moin…
      Also ich bin selbst auch ein “staatlich geprüfter Ladungsumsetzer” und kann nur den Tip von ToWi bekräftigen!!! Hau dir das Map&Guide 13 (bzw 12 für’s Ausland) auf dein Laptop und dann hast du kaum Probleme mit der Navi… Bis auf die Ostblockstaaten ist das echt ne Hilfe!!!
      Laß die Räder da wo sie hingehören

    4. Uwe meint:
      11.Oktober 2007 at 04:53

      M&G ist ja auf dem Laptop, als Ergänzung sozusagen.
      Aber wenn Chef das Navi schonmal eingebaut hat wird es auch benutzt.

    5. Nadine meint:
      26.März 2008 at 14:58

      Es gibt jetzt von vdo dayton eine Truck & Bus Navigation. Ich selbst bin dazu übergegangen zu niedrige brücken etc. als Points of Interests einzutragen. Dann hat man sie für’s zweite mal drin.

    6. Piet meint:
      8.Juni 2008 at 13:54

      Liest Du eigentlich den Text hinter Deinen Links?

      Da steht z.B.:

      “Die TomTom-Geräte können allerdings mit Zusatzsoftware von Drittanbietern aufgerüstet und somit Lkw-fit gemacht werden. Damit bezieht das System auch jene Informationen in die Navigation mit ein, die für Lkw-Fahrer wichtig sind - beispielsweise enge Straßen oder die Höhe von Brücken und Tunnels.”

      Und damit hättest Du das kurz vorher angesprochene Problem mit nicht LKW-gerechter Navigationssoftware umgangen

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